Sind Sie bereit? Wie aktuell sind Ihre Profile?

Mal zwei Fragen, die heute umso wichtiger sind für Ihre Sichtbarkeit und Professionalität in Berufs- und Karrierebelangen:

  • Wann haben Sie das letzte Mal Ihr Xing- und/oder Linkedin-Profil aktualisiert und waren dort zuletzt aktiv?
  • Wenn Sie morgen ein Headhunter ansprechen würde, wäre Ihr Lebenslauf aktuell und professionell?

In dieser jetzigen Zeit, in der viel im Umbruch ist, in der sichere Jobs auf einmal nicht mehr sicher sind, in der vieles über digitale Kanäle läuft und in der wir flexibel und offen für neue Wege (in welchem Bezug auch immer) sein sollten, ist es wichtig, präsent und sichtbar zu sein und zu bleiben. Denn wie schon im Beitrag „3 Schritte zu einer wirksamen Positionierung“ geschrieben, dienen die beruflichen Social Netwrks nicht nur zu Recruitingzwecken, sondern auch zur Recherche bei neuer Zusammenarbeit mit externen Partnern, Positionierung als Experte im eigenen Unternehmen (gut für Wahrnehmung und Auswahl Beförderung) und vielem mehr.

Also nutzen Sie Ihren Elan und Ihre Erholung nach der Sommerpause, um sich diesem Thema mal etwas ausführlicher zu widmen und alles auf den aktuellen Stand zu bringen – einschließlich Ihres Lebenslaufes. Denn es ist wichtig, für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

5 Tipps zur Optimierung Ihrer Profile

1/ Xing und Linkedin – Ihre wichtigsten Kompetenzen

Auch wenn viele Nutzer von Xing und LinkedIn immer noch brav Ihre gesamten Jobstationen auf den Plattformen listen, ist heute klar, dass natürlich die Positionen der letzten zwei, drei Stationen sowie der Arbeitgeber sowie die Verweildauer eine bestimmte Aussagekraft für die Einschätzung Ihrer Fachexpertise und Erfahrung haben. Jedoch brauchen Sie hier nicht Ihren gesamten Lebenslauf abzubilden, denn mehr als die letzten 10 Jahre interessiert nicht – außer natürlich Ihre Ausbildung(en).

Wichtiger ist die Nennung Ihrer Kompetenzen – sowohl fachlich, als auch methodisch-handlungsorientiert, denn diese sind Ihre Zukunftstickets, Ihre Assets oder Aktiva für die neue Herausforderung. Die Rubrik heißt bei Xing „Fähigkeiten und Kenntnisse“ (früher „Was biete ich“) und bei LinkedIn „Kenntnisse und Fähigkeiten“ und gehört ordentlich von Ihnen gefüllt – das heißt es dürfen ruhig 15 bis 20 Fähigkeiten genannt werden. Die wichtigsten nach oben.

Wie finden Sie die relevanten Kompetenzen? – Zum einen hilft es sich mal in Ruhe hinzusetzen und sich anhand Ihrer Projekte, Aufgaben und Erfolge zu überlegen, welche Kompetenzen Sie dabei benötigten, um diese zu stemmen. Zweiter Weg ist die Suche nach einer relevanten Stellenanzeige, bei der Sie unter der Aufgabenbeschreibung und dem Profil die für den Job nötigen Kompetenzen finden, bei denen Sie bewerten, welche mit Ihren matchen. Eine wichtige Hilfe Ihre Kompetenzen zu finden, ist auch mein 5-tägiger gratis E-Mail Kurs „5 Schritte zur erfolgreichen Karriere-Positionierung“.

Wie Sie daraus Ihre wichtigsten wählen, nämlich die, die Ihre Positionierung ausmachen, steht im vorherigen Blogartikel unter „Wie positionieren Sie sich den richtig?“.

2/ Linkedin – Ihr Summary als spannende Story

LinkedIn hat zwei spannende Funktionen, die Sie für eine etwas allgemeinere Sicht auf Ihr Profil nutzen können. Zuerst ermöglicht es die Plattform, dass nicht Ihre aktuelle Position und Arbeitgeber neben/unter Ihrem Namen erscheint, sondern dass Sie dieses frei befüllen können. Sie können also „Experte für E-Commerce & Customer Journey im dynamischen Einzelhandelsumfeld“ schreiben, statt E-Commerce Manager bei XY. Sie sehen auf einen Blick, dass Sie das unabhängiger und prominenter mit Ihren Fähigkeiten erscheinen lässt, als eine Position bei einem Unternehmen. Die aktuelle Stelle erscheint ja dann trotzdem oben im Profil.

Die zweite sinnvolle Funktion ist das Summary, das Sie unter dem Punkt „Info“ anlegen können. In diesem Beitrag können Sie sich kurz und knackig mit den im Punkt oben definierten, wichtigsten Kompetenzen darstellen und diese mit bestimmten Projekten oder Aufgaben verbinden. Wichtig ist hierbei, dass es eine Story ergibt und keine überbordende Aufzählung von Kenntnissen oder Erfolgen. Das ist nicht nur langweilg zu lesen, sondern macht zudem meistens unsympathisch. Eine ansprechende Story wird es, wenn Sie von Ihrer Motivation, Ihrem persönlichen Antrieb ausgehen, der Sie zu dieser Aufgabe gebracht hat.

3/ Ihr professionelles Foto – für Networks und Lebenslauf

Ein meist völlig unterschätzter Faktor ist das Foto, das Sie für die Profile und auch für Ihren Lebenslauf nutzen. In den meisten anderen Ländern ist ja das Foto aus den Lebensläufen schon draußen – aufgrund von Gleichstellung aller Kandidaten. Bei uns in Deutschland wird es aber zum überwiegenden Anteil noch genutzt. Umso erstaunlicher ist es, das viele Bewerber hier immer noch Passbild-ähnliche Fotos verwenden, auf denen Sie nicht lebendig mit Ihrer Persönlichkeit rüberkommen, sondern verkrampft und gestellt oft mit dunklem Hintergrund. Ein Setting, dass oft nicht schmeichelt.

Ich bin daher klare Befürworterin von Bildern mit verschwommen Hintergrund, der nach Büro oder Bürogebäude von außen aussieht. Also ein Hintergrund, der die Wahrnehmung „während der Arbeit“ unterstützt, denn so ist es möglich, dass der Protagonist zum Beispiel locker auf der Tischkante sitzen kann oder seitlich an einer Wand gelehnt steht uvm. Natürlich ist auch das gestellt, aber die Wahrnehmung ist eine andere – das andere Setting macht das Motiv dynamischer und aktiver.

Mein Lieblingsfotograf für lebendige, unverkrampfte Bilder ist Alex Schelbert. Fast alle meine Bilder stammen von ihm, denn ich habe mit ihm schon während meiner PR- und Marketing-Jobs zusammengearbeitet. Wer in München oder Umgebung lebt, hier eine klare Empfehlung (ich bekomme keine Provision). Ansonsten im Internet recherchieren und immer nach Beispielbildern schauen. Ein Klient von mir hat in Nürnberg einen Fotograf gefunden, der mit Greenscreen arbeitet – also ihn vor dieser fotografiert hat und dann das Bild in einen Hintergrund nach Wahl eingebaut hat. Also auch danach können Sie fragen.

Starten Sie jetzt und machen Sie Ihre Profile fit

Fangen Sie schon mal an, die ersten drei Punkte umzusetzen und damit Ihre Sichtbarkeit zu aktualisieren und zu optimieren. Denn in diesen Zeiten sollten Sie auf alles vorbereitet sein.

In drei Tagen folgt der zweite Teil des Make overs Ihrer Profile nach der Sommerpause. Wir gehen die nächsten beiden Punkte an: zum einen Ihren Lebenslauf zu professionalisieren und zum anderen Ihre Sichtbarkeit im Herbst zu erhöhen mit ein paar Aktivitäten auf Xing und LInkedIn.

Seien Sie dabei!

Sie sind auf Jobsuche?

Dann ist mein kostenloser 5-tägiger E-Mail-Kurs „Erfolgreiche Karrierepositionierung“ genau das richtige für Sie.

 

Mehr erfahren